el desamor

Sekunden, Minuten, Wochen, Monate, Jahre. Und jedesmal ist es dasselbe, was mich ereilt, wenngleich auf den unterschiedlichsten Wegen. Das Geschehene wiederholt sich, genauso wie sich der Schmerz immer wieder in mein Herz stiehlt. Schon oft habe ich darüber nachgedacht, ob es nicht besser sei, nicht empfinden zu können und erneut wünsche ich mir, es sei so der Fall.

Warum?

Das ist die Frage, die mich am meisten quält. Wie kann ein Mensch so handeln, wenn er gleichzeitig vorgibt zu lieben? Eines weiß ich ganz sicher, ich vermag es einfach nicht nachzuvollziehen. Nachzuvollziehen, wieso du dich mir gegenüber so grausam verhälst, wieso ich gerade jetzt, wo ich am glücklichsten sein sollte, wieder fallen darf. Es fühlt sich so an, als hättest du mich förmlich aus deinen Armen herauskatapultiert. Und es schmerzt so sehr.

Schmerz. Leid. Gefühle.

All das hängt wie immer miteinander zusammen und fühlt sich so an, als wäre ein Teil von mir zerbrochen. Der Teil, an dem ich am meisten hing. Der Teil, der mich genährt hat, mir zeigte, wie schön das Leben doch wieder sein kann.

"Ich will dich als Mensch nicht verlieren"

Wie höhnisch diese Worte in meinen Ohren doch klingen und vor allem im Nachhinein. Du warst derjenige, der mich hinausgestoßen hat. Du konntest nicht mehr. Du hast mir für den Moment die Luft zum Atmen geraubt. Wie könnte ich da der süßen Versuchung widerstehen, einfach wegzulaufen? Dich aus meinem Leben auszuschließen?

Hass. Wut.

Ja, der existiert, wenn auch nur jetzt gerade, im Augenblick. Vielleicht liegt das daran, dass es mir so leichter fällt, die Fassung zu bewahren, rational zu denken. Im Prinzip funktioniert er wie ein Staudamm, der den Schmerz dämpft. Das Problem hierbei ist lediglich, dass ich zu Anfang diese Art von Unterdrückung sehr unterschätzt habe, denn Hass ist leider ein ebenfalls so mächtiges Gefühl wie meine empfundene Liebe. Tilgt das eine nun komplett das Andere aus? Ich weiß es nicht und ich will es auch nicht wissen, denn beide Gefühle sind mir nicht bekömmlich.

Schweigen.

Ich wünschte mir manchmal, dass ich mein Gehör abschalten könnte. Warum? Es kommt nur allzu häufig vor, dass man gewisse Dinge nicht aussprechen sollte und es somit besser wäre sie als Gegenüber erst gar nicht zu hören. So schnell kann etwas kaputt geredet werden. Eine zuvor noch heile Welt zerbricht binnen Minuten, wenngleich man natürlich schon vor einem Gespräch an den Handlungen, Gesten und Mimiken anderer Personen erkennen kann, dass etwas nicht in Ordnung ist, hat man so wenigstens noch die Chance es unter den Tisch zu kehren, es zu verdrängen, statt dass nun von einem eine Reaktion und somit das Zugeben eines Problems erwartet wird .

Enttäuschung.

So hätte ich das Ende nicht erwartet. So abrupt und genauso unpassend. 

Mir schwirren soviele Gedanken durch den Kopf, sodass ich es nichtmal mehr vermag sie alle aufzuschreiben geschweige denn sie zu sortieren. Es zermürbt mich. Die ganze Situation zermürbt mich und nagt an mir. Selbst wenn ich es schaffe, ein Lächeln auf mein Gesicht zu zaubern, ibekomme ich im nächsten Moment keine Luft mehr, da die Panik in mir hochsteigt. Die Panik des Verlorenseins, der Einsamkeit und die der Hoffnungslosigkeit.

Es ist gekommen, wie es irgendwann mal kommen müsste. Ich habe Fehler begangen, Fehler die du vielleicht nicht nachvollziehen kannst. Doch hätte ich auf die Worte der Anderen wie auch auf meinen Verstand hören sollen, mich nicht so schnell in deine Hände zu begeben. Mich nicht so rasch fallen zu lassen. Doch wie hätte ich es anders bewerkstelligen sollen? Ich konnte einfach nicht anders. Es hat sich alles so richtig angefühlt, wie es sich jetzt falsch anfühlen würde. Ich verfluche die Psyche des Menschen so sehr dafür, dass wir unsere eigenen Fehler begehen müssen, bis wir daraus lernen. Natürlich, will ich die Zeit nicht missen und doch irgendwo, sagt mir mein Gefühl, es wäre jetzt besser wenn alles anders gekommen wäre. Aber wie sagt man so schön? Ryle hira.

Soviele meiner Einträge hier, haben mir aufgewiesen, dass sich meine Desaster immer und immer wiederholen. Genauso gut könnte ich jetzt schreiben: 'Hey, lies dir lieber die anderen Einträge durch, die sagen mehr aus und fassen meinen jetzigen Zustand wunderbar zusammen.' Aber irgendwo wäre es falsch. Falsch aus dem Grund, weil sie mit anderen Personen zu tun haben. Und zwar mit den Unterschiedlichsten.

Zu oft werde ich an Dinge erinnert, die wir zusammen noch erleben wollten, wohl einer der Punkte der mir meinen momentan Alltag erschwert. Hunde. England. Tanzen. Tanzen...

Wie kann ich meinen Spaß daran nur wiederfinden, wenn es mich doch auf die eine oder andere Art so sehr an dich erinnert? Wie bitteschön?!

Mein Kopf platzt, mein Herz hat einen Riss und meine Welt liegt in Trümmern. Und das alles nur, weil ich dich liebe.

17.11.08 03:52

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